Navigation
Malteser Ingolstadt

Herzenswunsch-Krankenwagen bringt überglücklichen Senior ein letztes Mal zum Bodensee

25.06.2019
pde: Maike Eikelmann

Die Malteser erfüllen todkranken Menschen seit einigen Wochen fleißig unvergessliche, letzte Glücksmomente: Am 8. Mai startete der Herzenswunschkrankenwagen in Eichstätt und Ingolstadt. Kaum ein Konzept entspricht so sehr dem Leitsatz der Malteser „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ wie das interdisziplinäre Projekt aus Notfallvorsorge, Sozialem Ehrenamt und Palliativmedizin, das schwerkranke Patienten an den Ort ihrer Wahl bringt. 

Und schon am 19. Mai steuerte der Herzenswunschkrankenwagen sein erstes Ziel an. Der Senior Michael Netter wünschte sich eine Fahrt an seinen Wunschort: Den Bodensee. Michael Netter ist langjähriger Bewohner eines Seniorenheims in Beilngries und steht mit dem Hospizbegleiter Karl Pillmayer seit Jahren in Kontakt. Immer wieder erzählte er von seinem Herzenswunsch, noch einmal den Bodensee zu sehen. Diesen hatte er früher privat und auch während seiner Erkrankung immer wieder besucht. 

Der Herzenswunschkrankenwagen bot nun die einmalige Gelegenheit, dem 65-Jährigen seinen langjährigen Traum zu erfüllen: Sowohl die Leitung des Heims als auch seine Betreuerin gaben grünes Licht und so startete der Wagen um 08.00 Uhr pünktlich in Beilngries. Neben Karl Pillmayer fuhren auch Andrea, Ernst und Florian Kunze mit zum Bodensee. Die drei engagieren sich seit Jahren aktiv in der Gliederung Ingolstadt und konnten Herrn Netter während der Fahrt somit medizinisch als auch mit wissenswerten Informationen versorgen. Weiterhin war auch Maike Eikelmann vom Bistum Eichstätt mit von der Partie, um über den besonderen Trip zu berichten. 

Herr Netter überrascht mit einem unvergesslichen Satz

Herr Netter wurde liegend transportiert und kam wenige Stunden später sicher in Lindau am Bodensee an. Danach ging es gleich zur Uferpromenade. Dort angekommen gab er schließlich einen Satz von sich, den alle Beteiligten wohl nicht so schnell vergessen würden: „Was ist denn das für eine Pfütze?!“ Die Tatsache, dass es sich bei dieser Pfütze tatsächlich um seinen geliebten Bodensee handelte, freute ihn sehr – und so saß er lange Zeit an der Uferpromenade und konnte sich einfach nicht satt sehen. 

Herr Netter erkundet Lindau am Bodensee auf dem Rollstuhl: Innenstadt mit dem Flair einer italienische Piazza 

Ein leckeres Mittagessen im Restaurant zur Post bot der gesamten Truppe und vor allem Herrn Netter die Möglichkeit, sich all der Ereignisse bewusst zu werden und die wertvollen Erinnerungen zu speichern. Der Senior entschied sich für ein Fischfilet, aß mit gutem Appetit und war auch für eine anschließende Tour durch die italienisch anmutende Innenstadt offen, die er mit seinem Rollstuhl erkundete. Das Kopfsteinpflaster sollte ihm aus medizinischer Sicht etwas helfen, die Muskeln zu lockern.  

Die vier Stunden Aufenthalt vergingen wie im Flug. Und so sehr Herr Netter allen Beteiligten das Gefühl vermittelte, dass es ihn sehr glücklich machte, all das noch einmal zu erleben, so erschöpft wirkte er am Ende einer durchaus anstrengenden Reise. Und so machte sich der  Herzenswunschkrankenwagen mitsamt Herr Netter und Helferteam auf den Heimweg und kam am späten Abend wieder in Beilngries an. 

Rückblickend schätzte das gesamte Team den Tag als sehr gelungen ein. Auch sein langjähriger Betreuer Karl Pillmayer betonte, wie gut Herrn Netter die gemeinsamen Stunden an seiner liebsten Pfütze getan hätten.

Mit Ihrer Spende für den Herzenswunsch-Krankenwagen können Sie zahlreichen weiteren todkranken Menschen einen letzten Wunsch erfüllen! Über Ihre Hilfe und eine kleine Spende an folgendes Konto würden wir uns deshalb sehr freuen:

Malteser Hilfsdienst e.V., Liga-Bank eG

IBAN DE58 750903000007612222

BIC GENODEF1M05

Stichwort "Herzenswunschkrankenwagen" 

Weitere Informationen